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Das Material EDELSTAHL

Edelstahl ist ein Begriff für nichtrostende Stähle. Sie enthalten mind. 10,5 % Chrom (Cr) und weisen gegenüber unlegierten Stählen eine deutlich verbesserte Korrosionsbeständigkeit auf.

Höhere Cr-Gehalte und weitere Legierungsbestandteile wie z. B. Nickel (Ni) und Molybdän (Mo) erhöhen die Korrosionsbeständigkeit weiter.

Konstrukteure, Verarbeiter und Verwender verfügen damit über eine Vielzahl von Stahlsorten für mannigfaltige Anwendungsgebiete.

Seit Erfindung der nichtrostenden Stähle haben Hersteller und Verarbeiter unterschiedliche Handelsnamen verwendet, wie V2A/V4A, NIROSTA, REMANIT, Cromargan und Edelstahl Rostfrei.

Nichtrostende Stähle sind gegen zahlreiche aggressive Medien beständig und bedürfen keines weiteren Oberflächenschutzes. Diese Passivität wird durch Zulegieren von mind. 10,5 % Cr zum Eisen bewirkt. Bei mechanischer Beschädigung der Passivschicht bildet sich diese spontan wieder aus.

Es gibt über 120 verschiedene Edelstahlsorten. Da die Beanspruchung durch Umgebungsluft oder unterschiedliche Wässer im Unterschied zu reinem Sauerstoff eine Korrosionsbelastung darstellt, werden den Stählen höhere Chromgehalte und weitere Legierungselemente zugesetzt. Das sind vor allem Nickel und Molybdän, aber auch Titan, Niob, Kupfer und andere. So entstand wegen der unterschiedlichsten chemischen und technologischen Beanspruchungen diese große Zahl an Edelstahlsorten.

Die für Gitterroste verwendeten Edelstahlsorten sind in erster Linie
· V 2 A, Werkstoff-Nr. 1.4301
· V 4 A, Werkstoff-Nr. 1.4571


  • Die Werkstoff-Nr.
    Sie wird wegen ihrer Kürze bevorzugt verwendet.
    Die rostfreien Stähle liegen alle im Nummernbereich
  • 1.40 ... bis 1.45 ...
    Der Kurzname
    Er kennzeichnet bei den rostfreien Edelstählen die
    chemische Zusammensetzung.
Die Stähle 1.4301 und 1.4541 werden in normaler Atmosphäre sowie im Lebensmittel- und Küchenbereich eingesetzt.

Die Stähle 1.4401 oder 1.4571 bewähren sich bei stärkeren Beanspruchungen, z. B. bei Einsatz in Küstennähe, sonstigen aggressiven Luftverhältnissen , bei anhaltender Chlorideinwirkung usw.

Millionen von Tonnen Stahl werden Jahr für Jahr durch Korrosion zerstört. Stahl rostet, keine Frage! Schon seit 3.000 Jahren - damals begann die Eisenzeit - lebt der Mensch mit diesem "Naturereignis". Erst 1912 gelang einem findigen Metallurgen, den wohl vielseitigsten und höchst belastbaren Werkstoff Stahl rostfrei und damit unbegrenzt haltbar zu machen.

Die Anwendung von Edelstahl im Bauwesen hat durchaus Tradition. Lange Zeit beschränkte sich seine Verwendung vor allem auf Prestigeobjekte, bei denen ästhetische Gesichtspunkte und nicht funktionale oder wirtschaftliche den Ausschlag gaben.

Gerade angesichts der vielfältigen Beanspruchungen, denen Baustoffe in immer größer werdendem Umfang ausgesetzt sind, lohnt es sich, Edelstahl mit ökonomischen Augen zu sehen. - Ein Werkstoff, der sich durch lange Lebensdauer und minimale Unterhaltskosten bezahlt macht.

Der entscheidende Durchbruch gelang 1912 in Deutschland. Durch die Kombination von Nickel und Chrom in Verbindung mit einer genau dosierten Wärmebehandlung erzielte man erstmals ein Optimum an Korrosionsbeständigkeit und zugleich gute mechanische Eigenschaften. Die damals aus V für Versuch und A für Austenit gebildeten Bezeichnungen V2A (CrNi-Stahl), V4A (CrNiMo-Stahl) werden nach wie vor als Synonyme für Edelstahl gebraucht.

Die Korrosionsbeständigkeit verdankt Edelstahl einer einfachen chemischen Reaktion: Verursacht durch den Chromgehalt des Stahls in Verbindung mit dem Sauerstoff der Luft oder auch des Wassers bildet sich an der Oberfläche eine hauchdünne Passivschicht. Sie wehrt alle aggressiven Substanzen ab. Und wenn sie durch äußere Einwirkungen einmal beschädigt wird, bildet sie sich in Bruchteilen von Sekunden aus der Matrix des Stahls heraus neu. Rost bekommt so keine Chance.



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